Parodontitis kann weitreichende Folgen für die Gesundheit haben. Unbehandelt führt sie nicht nur zum Zahnverlust, sondern erhöht auch das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Genetische Faktoren, Rauchen und unzureichende Mundhygiene verschärfen den Verlauf der Erkrankung und können die Zähne zusätzlich gefährden. Eine frühzeitige Diagnose und konsequente Behandlung sind deshalb entscheidend, um sowohl die Mundgesundheit als auch das allgemeine Wohlbefinden zu erhalten.
Vorstufe: Zahnfleischentzündung
Eine Zahnfleischentzündung entsteht durch Bakterien auf Belägen und Zahnstein am Zahnfleischrand. Eine professionelle Zahnreinigung ist hier oft ausreichend, um die Entzündung zu stoppen.

Parodontitistherapie – Erstbehandlung
- Vermessung von Zahnfleischtaschen, Zahnlockerung und Zahnfleischrückgang
- Schmerzarme Reinigung der Taschen mit Ultraschall und feinen Handinstrumenten unter lokaler Betäubung
- Glättung und Politur der Wurzeloberflächen
- Zusätzliche Mundspülungen zur Reduktion von Bakterien
- Bei Bedarf weitere Therapie-Maßnahmen
Nachsorge
- Regelmäßige Kontrolle und Nachreinigung alle 3 Monate empfohlen
- Häusliche Pflege entscheidend: gründliches Zähneputzen, Zahnseide und Zwischenraumbürstchen
- Probiotika (z. B. Lactobacillus reuteri) können das Gleichgewicht der Mundflora unterstützen
- Zuckerarme, ballaststoffreiche Ernährung wirkt sich positiv auf die Parodontitis aus
- Akute Spüllösungen (Chlorhexidin) nur gezielt und nicht gleichzeitig mit Probiotika
Dichte Wurzelfüllung
Professionelle Zahnreinigung: ca. 60 €
Parodontitis-Erstbehandlung: von der gesetzlichen Kasse übernommen
Parodontitis-Recall (Nachreinigung): ca. 70 €
Viele gesetzliche Kassen bezuschussen professionelle Zahnreinigungen
Private Versicherungen übernehmen in der Regel Behandlung und Nachsorge je nach Tarif
